Apps 02.08.2026 5

Die 7 besten Apps zum Englisch-Vokabeln lernen im Vergleich

Die 7 besten Apps zum Englisch-Vokabeln lernen im Vergleich

Die Frage „Welche App ist die beste für englische Vokabeln?" klingt einfach, hat aber ohne Nachfragen keine Antwort. Die Apps in dieser Übersicht lösen verschiedene Aufgaben: Die eine hält die Lerngewohnheit am Leben, die zweite gibt dir volle Kontrolle über die Karten, die dritte bringt dir deine eigenen Wörter aus Serien und Chats bei. Solange nicht klar ist, was genau du brauchst, bringt ein Vergleich nichts.

Also zuerst die Kriterien, nach denen sich ein Vergleich überhaupt lohnt, dann die Tabelle, dann jede App einzeln und am Ende ein Hinweis, welche zu deinem Fall passt.

Woran man vergleichen sollte

Für den Wortschatz zählen sechs Dinge. Alles andere sind Oberflächendetails.

  1. Eigene Wörter. Kannst du jedes Wort und jede Wendung hinzufügen, die dir im Alltag begegnet ist, oder steckst du in einem fertigen Kurs fest?
  2. Kontext. Gibt die App einen Beispielsatz und die Bedeutung, nicht nur das Paar „Wort — Übersetzung"?
  3. Spaced Repetition. Holt sie das Wort genau dann zurück, wenn du es gleich vergisst? Wie das funktioniert, haben wir im Artikel über Spaced Repetition erklärt.
  4. Erinnern statt Wiedererkennen. Gibt es Übungen, in denen du das Wort selbst hervorholen musst, statt aus vier Vorgaben zu wählen?
  5. Ton. Gibt es Audio und Aussprachetraining?
  6. Wie viel Handarbeit. Wie viele Minuten gehen für das Vorbereiten einer Karte drauf, bevor du überhaupt lernst?

Der Vergleich in einer Tabelle

App Eigene Wörter Kontext und Beispiele Intervalle Handarbeit Für wen
VibeLing Ja, jedes Wort und jede Wendung Ja, automatisch Ja Minimal Lernt über Serien, Bücher, Gespräche
Anki Ja, aber die Karte baust du selbst Nur was du einträgst Ja, beste Kontrolle Viel Mag Einstellungen und volle Kontrolle
Quizlet Ja, in Sets Schwach Teilweise Mittel Bereitet sich auf eine Prüfung vor
Duolingo Nein Im Rahmen des Kurses Innerhalb der Lektionen Keine Fängt bei null an, braucht die Gewohnheit
Memrise Eingeschränkt Ja, Videos von Muttersprachlern Ja Wenig Will echte Sprache hören
Lingvist Eingeschränkt Ja, Sätze Ja, adaptiv Keine Will schnell häufige Vokabeln
Drops Nein Bilder statt Übersetzung Teilweise Keine Anfänger, der visuell starten will

1. VibeLing — für Wörter aus deinem Leben

VibeLing ist für ein Szenario gebaut: Du hast etwas Nützliches gehört oder gelesen und willst es behalten. Du fügst ein Wort oder eine ganze Wendung ein, und die App holt Übersetzung, Lautschrift, Audio und ein Anwendungsbeispiel — die Karte musst du nicht selbst bauen.

VibeLing-Suchbildschirm: die Wendung It's not a big deal mit der Übersetzung „Nicht so schlimm

Danach landet das Wort in der Spaced Repetition, und die Übungen setzen auf Erinnern: das fehlende Wort in einen Satz einsetzen, es buchstabieren, es laut sprechen. Eine Einheit sind zehn Wörter und ein paar Minuten.

Gut: jedes Wort und jede Wendung lässt sich hinzufügen, Kontext und Ton kommen von selbst, kaum Handarbeit.
Weniger gut: es ist kein Grammatikkurs mit den Stufen A1–B2 — wenn du ganz von vorn anfängst, brauchst du noch etwas daneben.

Herunterladen: App Store · Google Play

2. Anki — für volle Kontrolle

Der Klassiker der Spaced Repetition. Fast alles ist einstellbar: Kartentypen, Vorlagen, Stapel, Schlagwörter, Parameter des Algorithmus. Wenn dir wichtig ist, das System selbst zu steuern, gibt es bislang nichts Besseres als Anki.

Der Preis dafür ist Zeit. Jede Karte baust du von Hand: Übersetzung suchen, Beispiel ausdenken, Audio finden, in Stapel einsortieren. Bei zwanzig Wörtern fällt das nicht auf, bei zweihundert wird es zur eigenen Beschäftigung. Genau da hören die meisten auf — nicht weil die Methode schlecht wäre, sondern weil die Vorbereitung die Kraft frisst, die danach für die Wiederholungen fehlt.

Gut: der Algorithmus, die Flexibilität, kostenlos auf dem Desktop, riesige Community.
Weniger gut: hohe Einstiegshürde und viel Routinearbeit.

Herunterladen: App Store · Google Play — auf iOS ist das die kostenpflichtige App AnkiMobile, auf Android das kostenlose AnkiDroid.

3. Quizlet — für Schule, Uni und Prüfungen

Quizlet ist praktisch, wenn dir die Wortliste schon vorgegeben wurde: ein Lehrbuchkapitel, ein Prüfungsthema, ein Satz Fachbegriffe. Es gibt unzählige fertige Sets, Karten sind schnell erstellt, dazu Test- und Spielmodi.

Für Sprachen ist die Einschränkung, dass es weiterhin ein universelles Karteikarten-Werkzeug ist und keine Vokabel-App. Wenig Kontext, fremde Sets oft von mittlerer Qualität, und die Übungen zwingen dich nicht wirklich, ein Wort aus dem Gedächtnis zu holen.

Gut: Tempo, fertige Sets, aus dem Lernalltag vertrautes Format.
Weniger gut: wenig Kontext, oberflächliche Wiederholungen.

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4. Duolingo — für die Gewohnheit, nicht für den Wortschatz

Duolingo hält am besten davon ab, aufzuhören: Serien, Erinnerungen, kurze Lektionen. Für den Start bei null funktioniert das — Grundgrammatik und die ersten paar hundert Wörter setzen sich von allein.

Aber die Wörter dort sind fremd, aus dem Kursprogramm, und eigene lassen sich nicht ergänzen. Die Übungen zielen überwiegend aufs Wiedererkennen: eine Option wählen oder den Satz aus fertigen Bausteinen legen. Deshalb steht am Ende eines Jahres oft: viele Lektionen geschafft, aber im Gespräch kommen die Wörter nicht. Das haben wir gesondert behandelt: reicht Duolingo für den Wortschatz?

Gut: Motivation, kostenloser Start, sanfter Einstieg.
Weniger gut: ein eigenes Wörterbuch lässt sich nicht führen.

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5. Memrise — für echte Aussprache

Die Stärke von Memrise sind kurze Videos, in denen echte Menschen die Wendung sprechen, kein Synthesizer. Man hört Betonung, Tempo und wie ein Ausdruck in echter Rede klingt. Fürs Hörverstehen hilft das spürbar.

Das Material ist überwiegend vorbereitet und nach Themen und Situationen sortiert. Eine seltene Wendung, die du in deiner eigenen Serie aufgeschnappt hast, lässt sich hier schwerer sichern.

Gut: lebendige Sprache von Muttersprachlern, Alltagsthemen.
Weniger gut: wenig Freiheit für eigene Wörter.

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6. Lingvist — für häufige Vokabeln

Lingvist wählt Wörter nach deinem Niveau und führt dich die Häufigkeitsliste entlang: zuerst das, was am häufigsten vorkommt. Wörter kommen in Sätzen und nicht als nackte Paare, und das System stellt sich auf deine Antworten ein.

Das ist bequem, wenn du nichts entscheiden willst: aufmachen und lernen. Aber das Wörterbuch bleibt das der App und nicht deins, Wendungen aus deinen eigenen Inhalten landen also nicht darin.

Gut: adaptiv, Wörter von Anfang an in Sätzen, keinerlei Vorbereitung.
Weniger gut: allgemeiner Wortschatz statt deines eigenen.

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7. Drops — für den visuellen Einstieg

Drops lehrt Wörter über Bilder: Übersetzung kommt kaum vor, das Wort wird direkt mit einer Illustration verknüpft. Die Einheiten sind kurz, die Oberfläche angenehm, die Einstiegshürde minimal.

Das Format greift gut bei konkreten Substantiven — Essen, Kleidung, Stadt. Bei abstraktem Wortschatz und Verben hilft ein Bild weniger, und Wendungen und Kontext werden hier kaum trainiert.

Gut: leichter Start, angenehme kurze Einheiten.
Weniger gut: die Decke ist schnell erreicht.

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Wie du für deinen Fall wählst

  • Du fängst bei null an und fürchtest, aufzuhören — Duolingo oder Drops, um reinzukommen.
  • Du bereitest eine Prüfung mit vorgegebener Wortliste vor — Quizlet.
  • Du schraubst gern am System und die Zeit ist dir es wert — Anki.
  • Du willst schnell häufige Vokabeln — Lingvist.
  • Hörverstehen ist deine Schwachstelle — Memrise, wegen der Muttersprachler-Videos.
  • Du verstehst schon einiges und willst Wörter aus deinen Serien, Büchern und Chats lernen — VibeLing.

Eine Kombination ist ebenfalls normal und funktioniert oft besser als eine einzelne App: ein Kurs für Grundlagen und Gewohnheit plus ein eigener Ort, an dem dein persönliches Wörterbuch wächst. Diese beiden Aufgaben überschneiden sich kaum.

Fazit

Die eine beste App für alle gibt es nicht, aber die Auswahl wird schnell kleiner, wenn du eine Frage ehrlich beantwortest: Musst du ein fremdes Programm durcharbeiten oder deine eigenen Wörter behalten? Kurse sind im Ersten gut, Apps auf Basis deiner eigenen Wörter im Zweiten.

Wenn dein Fall der zweite ist, probiere, Vokabeln in VibeLing zu üben: Füge zehn Wörter hinzu, die dir in der letzten Woche begegnet sind, und sieh nach sieben Tagen nach, wie viele dir ohne Hilfe wieder einfallen.